Winter Sommer

Tourismus in Südtirol: Nachhaltiges Management ist für die Zukunft entscheidend

Tourismus in Südtirol: Nachhaltiges Management ist für die Zukunft entscheidend

3. September 2025

Präsident Helmut Sartori: Seilbahnanlagen sind Teil der Lösung, nicht des Problems

Die Diskussion rund um Overtourism hat in diesem Sommer große Aufmerksamkeit erregt. Dabei wurden die Seilbahnen in Kommentaren und Beiträgen immer wieder kritisch hinterfragt. Der Verband der Seilbahnunternehmer Südtirols möchte dazu feststellen: Die Zahlen zeigen, dass im Winter – mit rund 10 Millionen Fahrten – ein Vielfaches mehr Gäste die Aufstiegsanlagen nutzen als im Sommer mit etwa 3,9 Millionen Fahrten. Die Gäste verteilen sich im Winter meist gut, selten kommt es zu Besucheransammlungen.

Ein nachhaltiges Management der Tourismusströme liegt im Interesse aller Beteiligten. Gerade Seilbahnen können hierbei eine wertvolle Rolle spielen: Sie ermöglichen eine gleichmäßigere Verteilung der Gäste und schaffen wichtige, attraktive Verbindungen – auch in der Peripherie, wie beispielsweise die Seilbahn St. Martin im Kofel (Latsch), der Küchelberg-Sessellift (Meran) oder die Seilbahn Verdins-Tall (Schenna) zeigen.

„Unsere Mitgliedsbetriebe setzen seit Jahren auf die Stärkung der Sommersaison und auf Maßnahmen, die einen Tourismus im Einklang mit Natur und Bevölkerung ermöglichen“, betont Helmut Sartori, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmen Südtirols.

Seilbahnen sind mehr als nur ein Transportmittel: Sie sind eine nachhaltige Mobilitätslösung, die Besucherströme lenken, Straßen entlasten und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen den Zugang zur Bergwelt ermöglichen. Im Vergleich zum Autoverkehr auf vielbefahrenen Pässen bieten sie deutliche Vorteile: keine Motorengeräusche, kein Stau, kein CO₂-Ausstoß.

Auch für die Zukunft sieht der Verband Chancen, das Potenzial der Seilbahnen noch stärker als Teil einer gesamtheitlichen Verkehrslösung zu nutzen. Das müsse auch die Landespolitik erkennen. Beispiele wie die Bahnen Seiser Alm Umlaufbahn, St. Anton–Mendel oder Bozen–Kohlern zeigen bereits heute, wie diese verkehrsentlastend wirken können – ein Ansatz, der auch für andere Gebiete angedacht werden kann.

Weitere News